Baubeginn fürs Glasfasernetz in Fellbach

Die Deutsche Telekom hat mit dem Netzausbau in Fellbach begonnen. Das Unternehmen verlegt insgesamt rund 300 Kilometer Glasfaserkabel und stellt 69 moderne Straßenverteiler auf. Auf einer Strecke von 60 Kilometern müssen die Baufirmen Tiefbauarbeiten leisten. Rund 10.000 Haushalte und weitere rund 1.600 Unternehmen in den Gewerbegebieten Fellbach-Schmiden, Fellbach-Höhenstraße und Fellbach- Schorndorfer Straße haben nach dem Ausbau die Möglichkeit eines Anschlusses an das Gigabit-Hochgeschwindigkeitsnetz der Telekom. Das Gewerbegebiet in Oeffingen ist bereits ausgebaut.

Bandbreiten von 1 Gbit pro Sekunde sind für Privatkunden möglich. Das Angebot für Geschäftskunden reicht vom asymmetrischen 100 MBit/s-Glasfaseranschluss über den symmetrischen 1 GBit/s-Anschluss bis hin zu direkten Übertragungswegen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 GBit/s.

Der Ausbau in Fellbach soll bis Ende Dezember 2020 abgeschlossen sein. Zwei Baufirmen gehen parallel vor. Auf bestimmte Gewerke spezialisierte Kolonnen arbeiten dabei Hand in Hand, um Gräben zu ziehen, Glasfaserkabel zu verlegen, Oberflächen zu verschließen, Hausanschlüsse zu montieren und Straßenverteiler aufzustellen. Die Bauarbeiten haben im Norden von Fellbach an der Stuttgarter Straße begonnen und werden nach Süden in einzelnen überschaubaren Bauabschnitten fortgesetzt, um die Beeinträchtigungen für die Bewohner so gering wie möglich zu halten. Auf einer Strecke von zehn Kilometern werden die Glasfaserkabel im sogenannten Trenchingverfahren verlegt. In einem Arbeitsgang fräsen die die Baumaschinen schmale Gräben in den Belag, verlegen Glasfaserkabel und verschließen die Oberflächen. Das reduziert nicht die Belastungen für die Anwohner und beschleunigt den Ausbau.

„Gerade in der momentanen Situation zeigt sich, dass der Glasfaserausbau ein Standortfaktor ist. Arbeiten von zuhause, dabei gleichzeitig Hausaufgaben für die Kinder herunterladen und noch einen Film streamen – ohne eine gute Netzstruktur und hohe Übertragungsrate ist das alles nicht machbar. Corona hat gezeigt, wie wichtig der Breitbandausbau für Unternehmer und Privatpersonen ist“, stellt Oberbürgermeisterin Gabriele Zull fest.

Der Ausbau ist auf eine Kooperation der Gigabit Region Stuttgart GmbH mit der Deutschen Telekom zurückzuführen. Im Fokus des regionalen Gigabitprojekts steht der partnerschaftliche Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes. Bis 2025 sollen zudem 99 Prozent der Bevölkerung Mobilfunk (LTE) nutzen können. Außerdem ist geplant, ein leistungsstarkes 5G-Netz zügig aufzubauen.