Der Glasfaserausbau in der Region Stuttgart ist auch im Jahr 2025 kontinuierlich vorangeschritten. Die 50-Prozent-Marke versorgter Haushalte rückt stetig näher, voraussichtlich wird sie Anfang 2026 erreicht werden. Damit liegt unser erster großer Meilenstein in unmittelbarer Nähe.
Nach wie vor stellt die Deutsche Telekom inklusive der sechs Stadtwerke-Kooperationen mit über 80 Prozent der vorhandenen Zugänge den Löwenanteil. Das Unternehmen hat seine Zusagen eingehalten und sich seit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Jahr 2019 als erfahrener, professioneller und verlässlicher Ausbaupartner erwiesen. Auch in den kommenden Jahren will die Telekom das hohe Ausbautempo beibehalten. Unser bundesweit einmaliger Kooperationsvertrag bleibt ein Standortvorteil und Ausbautreiber für unsere Region.
Nicht zufriedenstellend ist der ungleiche Ausbaustand in den einzelnen Landkreisen. Mehrere Gründe kommen hier zusammen: Vielfältige Siedlungsstrukturen, die unterschiedliche Abdeckung mit Fernsehkabel, das ebenfalls hohe Bandbreiten erlaubt, sowie das ungleichmäßige Engagement der breitbandaktiven Stadtwerke in den Landkreisen.
Außerdem konnten einige Unternehmen ihre zum Teil sehr umfangreichen Ausbaupläne nicht umsetzen oder werden sie nur verzögert umsetzen können, weil Investoren die für den Ausbau notwendigen Finanzmittel aktuell nicht bewilligt haben. Leider trifft dies nicht zuletzt auf diejenigen Anbieter zu, die den ländlichen und suburbanen Raum im Blick haben.
Bundesweit hat sich die Glasfaserversorgung verbessert, dennoch bleibt Deutschland international im Mittelfeld. Im Vergleich der Bundesländer verharrt Baden-Württemberg im hinteren Bereich. Erfreulich ist für uns, dass alle Landkreise der Region in den baden-württembergischen TOP 10 und deutlich über dem Landesschnitt liegen.
Zu den Hemmnissen für einen schnelleren Glasfaserausbau gehört auch die unbefriedigende tatsächliche Nutzung des entstehenden Netzes durch die Buchung eines Glasfasertarifs in den bereits versorgten Ausbaugebieten. Daran werden wir künftig verstärkt gemeinsam arbeiten müssen – die Anbieter, Kommunen, die Zweckverbände sowie die GRS.