Videokonferenz zeigt den Nutzen des Breitbandportals für Kommunen

Von Matthias Gauger

Mit einer Videokonferenz am 4. Februar 2026 hat die GRS über die Vorteile des deutschlandweiten Breitbandportals informiert und bei den Kommunen der Region Stuttgart für eine Nutzung geworben. Die erfreuliche Resonanz von insgesamt 88 teilnehmenden Personen zeigt das große Interesse und den hohen Informationsbedarf bei den Genehmigungsbehörden.

Der große Vorteil des Online-Tools: Mithilfe von standardisierten und digitalisierten Prozessen wird der gesamte Genehmigungsablauf – von der Beantragung bis zur Zustimmung – spürbar vereinfacht und beschleunigt. Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Anträge direkt aus der Planungssoftware ins Portal zu stellen und dort den Bearbeitungsstand zu verfolgen. Kommunen und Wegelastbauträger können Bescheide digital im System zustellen. Der Planungsaufwand verringert sich, die Anzahl der Rückfragen wird stark reduziert. Zusammengefasst: Behörden und ausbauende Unternehmen benötigen beträchtlich weniger Aufwand – beide sparen Zeit und Geld.

Auf der Technikseite ist das System für die Nutzer äußerst einfach gehalten. Es muss keine Software beschafft und installiert werden, ein Internet-Browser genügt.

Das Breitband-Portal ist ein Musterbeispiel für effiziente und sinnvolle Verwaltung: Die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Plattform entwickelt und stellen sie bundesweit zur Verfügung. Das Angebot wird aktuell von elf Ländern genutzt. So entsteht eine bundesweit einheitliche Lösung, die es den einzelnen Kommunen dennoch ermöglicht, eigene Nebenbestimmungen in das System zu integrieren.

Obwohl die Kommunen in Baden-Württemberg für die Nutzung des Portals keinen finanziellen Beitrag leisten müssen – das Land übernimmt die Kosten – beteiligen sich bislang nur wenige Städte und Gemeinden im Südwesten daran. Es wäre wünschenswert, wenn diese Zurückhaltung bald der Vergangenheit angehört.

Vor allem für die Kommunen der Region Stuttgart lohnt sich die Teilnahme, denn bei einer Abwicklung über die Plattform verbessert sich für die betreffende Kommune die Wirtschaftlichkeitsrechnung bei der Deutschen Telekom, unserem Hauptinvestor. Denn die Telekom hat ihr internes Planungssystem „Camino“ bundesweit an das Breitband-Portal angebunden und arbeitet routinemäßig damit. Eine Kommune, die das Breitband-Portal nutzt, kann so die Wahrscheinlichkeit eines zeitnahen eigenwirtschaftlichen Ausbaus erhöhen. Im ersten Schritt sollten sich im eigenen Interesse möglichst viele Kommunen der Region registrieren.

https://www.breitband-portal.de

Matthias GaugerMatthias Gauger ist Leiter Technik und Projektleiter Mobilfunk bei der Gigabit Region Stuttgart GmbH.