Gigabit Region Stuttgart

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Die Region Stuttgart hat ein umfangreiches Digitalisierungsprojekt für Wirtschaft und Gesellschaft gestartet. Im partnerschaftlichen Ausbau mit der Deutschen Telekom wird die Region flächendeckend mit Glasfaser versorgt. Bis 2025 sollen alle Unternehmen in Gewerbegebieten sowie die Hälfte der Haushalte einen Zugang zum Höchstgeschwindigkeitsinternet im Gigabitbereich auf Glasfaserbasis erhalten. Bis 2030 sollen 90 Prozent der Haushalte versorgt sein. Diese Ziele sind nur in einem konzertierten regionalen Vorgehen in enger Kooperation mit der Privatwirtschaft erreichbar. Dafür sind gemeinsame Investitionen in Milliardenhöhe geplant. Zudem wird die Region Stuttgart als eine der ersten deutschen Regionen ein 5G-Mobilnetz erhalten.

Das Projekt

Das Ausbaugebiet umfasst die Stadt Stuttgart und die fünf Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. Insgesamt sind 179 Städte und Gemeinden mit rund 2,8 Millionen Menschen und etwa 140.000 Unternehmensstandorten betroffen.

Der Erfolg des Digitalisierungsprojektes basiert auf einer engen Zusammenarbeit der Partner. Beide Parteien sind an einer zügigen Umsetzung des Ausbaus interessiert. Daher vertraut die Telekom auf Unterstützung der lokalen und regionalen Ebene, beispielsweise bei Genehmigungen oder der Nutzung von Infrastruktur. Beide Parteien bauen auf investitionsfreundliche regulatorische Rahmenbedingungen. Diese müssen für einen Glasfaser-Netzausbau stimmen, um das Digitalisierungsprojekt zu einem Erfolg zu machen.

 

Die Rolle und Aufgabe der Telekom

  • Umfassender wirtschaftlicher Eigenausbau mit Fokussierung auf Lückenschluss und effizienten Eigenausbau in der Region Stuttgart durch die Telekom
  • Teilnahme an Ausschreibungen im Rahmen von geförderten Ausbaugebieten in der Region
  • Tritt in Kooperationen ein, z. B. über Anmietung von Fasern/Leerrohren
  • Bringt Wissen und Konzepte rund um Mobilität 4.0 und 5G ein und baut das Netz aus
  • Sorgt für Zukunftssicherheit durch konvergente Infrastruktur von Fest- und Mobilfunknetz
  • Stellt überzeugendes Produktangebot für Privat- wie für Geschäftskunden (Telefonie, Internet, TV)

 

Die Rolle der Region Stuttgart

  • Unterstützt bei der Abstimmung mit Kommunen, um Baugenehmigungen oder verkehrsrechtliche Anordnungen zügig zu erhalten
  • Unterstützt bei Abstimmungen mit Kommunen beziehungsweise Eigentümern und Betreibern zur Mitnutzung kommunaler passiver Infrastrukturen und Mitverlegung
  • Unterstützt die lokale (Vor)-Vermarktung durch Kommunen beim FTTH/B-Ausbau
  • Begünstigt neben den klassischen Tiefbaumaßnahmen den Einsatz von innovativen Methoden über Bauverfahren wie Trenching, anderen Verfahren in Mindertiefe, Spülbohrungen etc.
  • Fördert regionale Kooperationsmodelle zur Mitnutzung/Anmietung von Infrastrukturen

 

Investitionen

  • Es sind gemeinsame Investitionen in Milliardenhöhe geplant.
  • Die Region wird in wettbewerbsoffenen Verfahren Sachleistungen und Fördergelder bereitstellen.
  • Die regionalen Partner können ihren Projektanteil an der Gesamtinvestition auch durch eine Reihe von Sachleistungen erbringen, etwa durch bereits verlegte Glasfaserkabel oder Leerrohre.
  • Darüber hinaus können Fördermittel von Land oder Bund oder Zuschüsse von Kommunen zum Einsatz kommen.

 

Vertragsunterzeichnung
Der Kooperationsvertrag wird am 24. Mai 2019 unterzeichnet.

Baubeginn
Frühjahr 2019

Projektsteuerung
Die Gigabit Region Stuttgart GmbH i.G. steuert gemeinsam mit den Zweckverbänden der Landkreise sowie der Landeshauptstadt Stuttgart den gesamten Ausbau in der Region sowie das Kooperationsprogramm mit der Deutschen Telekom. Die Telekom richtet ein Projektbüro in der Region ein.

Häufige Fragen

Was ist der Zweck des partnerschaftlichen Ausbaus?
Die Ziele der Region Stuttgart lauten: Bis 2025 sollen alle Unternehmen in Gewerbegebieten einen Zugang zum Höchstgeschwindigkeitsinternet im Gigabitbereich auf Glasfaserbasis erhalten. Bei den Haushalten soll es bis 2025 die Hälfte sein, bis 2030 90 Prozent. Diese Ziele sind nur in einer konzertierten Aktion der Region in enger Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft effizient erreichbar. Überbauungen bzw. paralleler Ausbau sollen verhindert werden. Für die öffentliche Hand soll der Ausbau möglichst kostengünstig erfolgen. Der Eigenausbau durch Telekommunikationsunternehmen wird durch das Projekt stimuliert.

Wer ist am partnerschaftlichen Ausbau beteiligt?
Die Ausbauziele der Region Stuttgart können nur in der Zusammenarbeit aller Akteure erreicht werden. Deshalb werden in der Projektorganisation alle Akteure eingebunden und ihre Rollen definiert und abgestimmt. Neben der Region Stuttgart, vertreten durch die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und später durch die Gigabit Region Stuttgart GmbH, nehmen die Landeshauptstadt Stuttgart und die fünf Landkreise über die Zweckverbände die führende Rolle in der Gestaltung des partnerschaftlichen Ausbaus ein. Alle interessierten Kommunen in der Region sowie deren Stadtwerke werden in die Projektorganisation einbezogen. Derzeit beteiligen sich 174 von 179 Städten und Gemeinden an dem Programm.

Warum ist die Deutsche Telekom zentraler Kooperationspartner?
Eine umfassende bundesweite Marktabfrage bei Telekommunikationsunternehmen im Frühjahr 2018 hat ergeben, dass ein flächendeckender Ausbau in der Region mit einem hohen eigenwirtschaftlichen Anteil der Unternehmen nur mit dem Kooperationsansatz der Deutschen Telekom zu erreichen ist. Nur in diesem Rahmen können die definierten Ausbauziele erreicht werden.

Können andere Telekommunikationsunternehmen weiterhin ausbauen?
Die Kooperation mit der Deutschen Telekom hindert andere Telekommunikationsunternehmen nicht am Ausbau. Die Region Stuttgart begrüßt eigenwirtschaftliche Investitionen aller Marktteilnehmer in den Breitbandausbau der Region, denn so lassen sich die definierten Ziele schneller erreichen. Die Vereinbarung mit der Deutschen Telekom ist geeignet, den Markt zu stimulieren, anstatt ihn zu behindern. Alle Telekommunikationsunternehmen haben zudem die Möglichkeit, den Ausbau in der Region zu forcieren, indem sie ihre eigenwirtschaftlichen Ausbauabsichten offenlegen.

Werden andere Telekommunikationsunternehmen beim geförderten Ausbau benachteiligt?
Die Kooperation mit der Deutschen Telekom führt zu keiner Benachteiligung anderer Telekommunikationsunternehmen. Eine Festlegung auf ein bestimmtes Unternehmen im Vorfeld von Ausschreibungen von konkreten Ausbaugebieten oder Ausbauprojekten ist im geförderten Ausbau rechtlich unzulässig. Deshalb müssen sich alle Anbieter gleichberechtigt bewerben. Gleiches gilt für kooperative Ausbauprojekte, die ausgeschrieben werden.

Wie werden Überbauungen bzw. paralleler Ausbau verhindert?
Es ist ein zentrales Ziel, das Überbauen und den parallelen Ausbau von passiver Infrastruktur zu verhindern. Deshalb appelliert die Region Stuttgart an alle Netzbetreiber und Kommunen, dies zu vermeiden und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Sie hat jedoch keine rechtliche Möglichkeit, eigenwirtschaftlichen Ausbau zu verhindern.

Sind die Kommunen in der Region auf die Deutsche Telekom als Kooperationspartner festgelegt?
Jede Kommune ist im Einzelfall in der Wahl ihres Kooperationspartners und der Kooperationsform frei. Auch im Kooperationsvertrag zwischen Region und Telekom ist kein Kontrahierungszwang vorgesehen, er wäre auch rechtlich nicht zulässig. Auch Betreibermodelle sind weiterhin möglich. Die Anerkennung eines diskriminierungsfreien Netzzugangs ist jedoch eine entscheidende Grundvoraussetzung für alle Akteure.

Kontakt

 

Hans-Jürgen Bahde
Geschäftsführer Gigabit Region Stuttgart GmbH i.G.
Breitbandbeauftragter Region Stuttgart
c/o Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Friedrichstraße 10
70174 Stuttgart

+49 711 22835-32
hans-juergen.bahde@region-stuttgart.de

 

Matthias Gauger
Projektleiter Breitband
c/o Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Friedrichstraße 10
70174 Stuttgart

+49 711 22835-68
matthias.gauger@region-stuttgart.de

 

Pressekontakt

Helmuth Haag
Leiter Geschäftsbereich Standortmarketing,
Pressesprecher
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

+49 711 22835-13
helmuth.haag@region-stuttgart.de