Vertragsunterzeichnung mit der Telekom am 24. Mai 2019

Vertragsunterzeichnung mit der Telekom am 24. Mai 2019

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Die Gigabit Region Stuttgart GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, der Landeshauptstadt Stuttgart und den fünf Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. Sie koordiniert den Glasfaserausbau in der Region Stuttgart, steuert das Kooperationsprogramm mit der Deutschen Telekom und fördert Smart-Region-Anwendungen. Die Region Stuttgart besteht aus 179 Städten und Gemeinden mit rund 2,8 Millionen Menschen und etwa 140.000 Unternehmensstandorten.

Wir über uns

Die Gigabit Region Stuttgart GmbH steuert gemeinsam mit den Zweckverbänden der Landkreise sowie der Landeshauptstadt den Breitbandausbau in der Region Stuttgart und koordiniert das Kooperationsprojekt mit der Deutschen Telekom. Die Gesellschaft versteht sich als Dienstleister für die Einrichtungen der Landeshauptstadt und der fünf Landkreise beim Ausbau des schnellen Internet in der Region. Sie stellt Know-how und einen zentralen Expertenpool für die Landkreise und die Kommunen der Region bereit. Gesellschafter sind die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Landeshauptstadt Stuttgart sowie die Breitbandzweckverbände der fünf Landkreise.

Zu den Aufgaben der Gigabit Region Stuttgart GmbH gehören:

  • Abschluss von regionalen Kooperationsvereinbarungen
  • Entwicklung einheitlicher Standards, Vorgaben und Richtlinien in der Region
  • Konfliktmanagement
  • Abstimmung Auswahl, Standortsuche bei Smart City, Mobility Use Cases
  • Schnittstelle zu Land, Bund, Ministerien, Verbänden, Netzeigentümern
  • Beratung und Unterstützung bei Planung, Ausschreibungen, Förderanträgen
  • Generelle Abstimmungen mit Fördermittelgeber Land und Bund
  • Abschluss von Rahmen-/Musterverträgen für juristische und technische Beratung
  • Klärung allgemeiner juristischer Sachverhalte beim Breitbandausbau

Services für Kreiszweckverbände und Kommunen:

  • Beratung und Unterstützung bei Planung, Ausschreibungen, Förderanträgen
  • Generelle Abstimmungen mit den Fördermittelgebern Land und Bund
  • Abschluss von Rahmen-/Musterverträgen für juristische und technische Beratung
  • Klärung allgemeiner juristischer Sachverhalte beim Breitbandausbau
  • Schnittstelle zu Land, Bund, Ministerien, Verbänden, Netzeigentümern
  • Entwicklung einheitlicher Standards, Vorgaben und Richtlinien in der Region
  • Abschluss von regionalen Kooperationsvereinbarungen

Das Ausbauprojekt

Die Region Stuttgart hat ein umfangreiches Digitalisierungsprojekt für Wirtschaft und Gesellschaft gestartet. Im partnerschaftlichen Ausbau mit der Deutschen Telekom wird die Region flächendeckend mit Glasfaser versorgt. Bis 2025 sollen alle Unternehmen in Gewerbegebieten sowie die Hälfte der Haushalte einen Zugang zum Höchstgeschwindigkeitsinternet im Gigabitbereich auf Glasfaserbasis erhalten. Bis 2030 sollen 90 Prozent der Haushalte versorgt sein. Diese Ziele sind nur in einem konzertierten regionalen Vorgehen in enger Kooperation mit der Privatwirtschaft erreichbar. Dafür sind gemeinsame Investitionen in Höhe von 1,6 Milliarden geplant. Zudem wird die Region Stuttgart als eine der ersten deutschen Regionen ein 5G-Mobilnetz erhalten.

Der Kooperationsrahmenvertrag zwischen der Deutschen Telekom und der Gigabit Region Stuttgart GmbH (GRS) wurde am 24. Mai 2019 unterzeichnet. 174 von 179 Städten und Gemeinden in der Region Stuttgart beteiligen sich derzeit an dem gemeinsamen Ausbauprogramm. Ausgebaut werden die Kommunen, sobald sie mit der Telekom eine detaillierte Vereinbarung über die jeweiligen kommunalen Ausbauziele abschließen.

Eckpunkte des Rahmenvertrags

  • Bereits in den ersten Jahren soll in allen Landkreisen und in der Stadt Stuttgart ausgebaut werden.
  • Eine jährliche Ausbauplanung legt die Gebiete fest.
  • Ein Ausbau erfolgt, wenn sich eine ausreichende Anzahl von Interessenten für einen Glasfaseranschluss entscheidet.
  • Standardisierte Genehmigungsprozesse erleichtern und beschleunigen den Ausbau.
  • Stadtwerke in der Region sollen in die Ausbauplanungen mit einbezogen werden.
  • Die Gigabit Region Stuttgart GmbH übernimmt die Projektleitung auf Seiten der Region und ist zentraler Ansprechpartner für die Telekom.

Investitionen

  • Es sind gemeinsame Investitionen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro geplant.
  • Die Region wird in wettbewerbsoffenen Verfahren Sachleistungen und Fördergelder bereitstellen.
  • Die regionalen Partner können ihren Projektanteil an der Gesamtinvestition auch durch eine Reihe von Sachleistungen erbringen, etwa durch bereits verlegte Glasfaserkabel oder Leerrohre.
  • Darüber hinaus können Fördermittel von Land oder Bund oder Zuschüsse von Kommunen zum Einsatz kommen.

Ausbauabschnitte

Folgende Gebiete werden 2019 ausgebaut und voraussichtlich abgeschlossen: Allmersbach im Tal, Bempflingen, Deggingen-Mühlhausen im Täle, Ditzingen-Heimerdingen, Stuttgart-Bad Cannstatt, Weil der Stadt

Projektsteuerung

Die Gigabit Region Stuttgart GmbH steuert gemeinsam mit den Zweckverbänden der Landkreise sowie der Landeshauptstadt Stuttgart den gesamten Ausbau in der Region sowie das Kooperationsprogramm mit der Deutschen Telekom. Die Telekom hat ein Projektbüro in der Region eingerichtet.

Die Rolle und Aufgabe der Telekom

  • Umfassender wirtschaftlicher Eigenausbau mit Fokussierung auf Lückenschluss und effizienten Eigenausbau in der Region Stuttgart durch die Telekom
  • Teilnahme an Ausschreibungen im Rahmen von geförderten Ausbaugebieten in der Region
  • Tritt in Kooperationen ein, z. B. über Anmietung von Fasern/Leerrohren
  • Bringt Wissen und Konzepte rund um Mobilität 4.0 und 5G ein und baut das Netz aus
  • Sorgt für Zukunftssicherheit durch konvergente Infrastruktur von Fest- und Mobilfunknetz
  • Stellt überzeugendes Produktangebot für Privat- wie für Geschäftskunden (Telefonie, Internet, TV)

Die Rolle der Region Stuttgart

  • Unterstützt bei der Abstimmung mit Kommunen, um Baugenehmigungen oder verkehrsrechtliche Anordnungen zügig zu erhalten
  • Unterstützt bei Abstimmungen mit Kommunen beziehungsweise Eigentümern und Betreibern zur Mitnutzung kommunaler passiver Infrastrukturen und Mitverlegung
  • Unterstützt die lokale (Vor)-Vermarktung durch Kommunen beim FTTH/B-Ausbau
  • Begünstigt neben den klassischen Tiefbaumaßnahmen den Einsatz von innovativen Methoden über Bauverfahren wie Trenching, anderen Verfahren in Mindertiefe, Spülbohrungen etc.
  • Fördert regionale Kooperationsmodelle zur Mitnutzung/Anmietung von Infrastrukturen

Aktuelles

 

Glasfaser für 20.000 weitere Haushalte

Ein gutes halbes Jahr nach dem Startschuss für den Netzausbau können bereits weitere 20.000 Haushalte und Gewerbetreibende einen schnellen Internetanschluss beauftragen. Dies gaben die Gigabit Region Stuttgart GmbH und die Deutsche Telekom gemeinsam bekannt.

„Ich freue mich, dass wir zusammen mit viel Schwung in das Projekt gestartet sind und gute Ergebnisse vorweisen können. Die Telekom ist in der Gigabit Region bereits mit ihrem Eigenausbau in Vorleistung gegangen“, sagt Projektleiter Frank Bothe. „Ein enger Austausch mit den Zweckverbänden und Kommunen macht den schnellen Glasfaserausbau möglich. Vor Ort läuft die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gut. Und das ist entscheidend: Nur gemeinsam bringen wir den Ausbau zum Erfolg.“

„Die Telekom hat ein hohes Tempo vorgelegt, so dass wir in den ersten Monaten außerordentlich weit gekommen sind. Unser Ausbauprogramm gleicht aber einem Marathonlauf. Nächstes Jahr sollen 80.000 Haushalte und Gewerbetreibende eine Anschlussmöglichkeit erhalten. Derzeit prüfen wir den Vorschlag der Telekom für den Ausbau in den nächsten zwei Jahren und bringen gemeinsam mit den Zweckverbänden der Landkreise die Sichtweise und Interessen der Kommunen ein“, erklärt Hans-Jürgen Bahde, Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart und Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH.

Auch der Landrat des Rems-Murr-Kreises Dr. Richard Sigel, betont die Gemeinsamkeit. „Wir sind zusammen unterwegs und haben das gleiche Ziel. Wir werden mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorangehen, aber am Ende bleibt keiner auf der Strecke. Wir werden gemeinsam durchs Ziel gehen“.

Mit Schwung zu den ersten Erfolgen

In jedem der fünf beteiligten Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr und auch in der Stadt Stuttgart hat der partnerschaftliche Ausbau begonnen. Davon profitieren jetzt schon die Bürger in den Gemeinden Allmersbach im Tal, Bad Cannstatt, Reichenbach im Täle, Bempflingen, Heimerdingen und Weil der Stadt. Rund 14.500 Haushalte haben hier den Glasfaseranschluss bereits im Haus oder direkt vor ihrem Grundstück.

Auch in 31 Gewerbegebieten ist der Glasfaserausbau im vollen Gange. Insgesamt haben 10.000 Unternehmen dadurch bald Zugang zum schnellen Netz. 5.500 davon können bereits jetzt ihren Anschluss beauftragen. Rund 270 neue Netzverteiler sind bereits errichtet und mehr als 500 km Glasfaserkabel verlegt.

Es geht Schlag auf Schlag weiter

Die Entscheidung für den Ausbau ist bereits für Wolfschlugen und Lichtenwald gefallen. Anfang 2020 startet die Telekom die Vorvermarktungsphase in Ostfildern, Leonberg und Gemmrigheim. Schlag auf Schlag werden weitere Kommunen folgen. 18 Gewerbegebiete in der Region befinden sich aktuell in der Vorvermarktung. Insgesamt sollen weitere 80.000 Haushalte und Gewerbetreibende im kommenden Jahr die Möglichkeit haben, einen schnellen Glasfaseranschluss zu buchen.

Medieninformation_Gigabit_2019

           

 

EU-Kommission zeigt Interesse am Stuttgarter Modell

GRS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Bahde hat beim EU-Breitbandkongresses „B-Day: Boosting Connectivity Investments“ das Kooperationsprogramm der Region Stuttgart vorgestellt. Die für die Breitbandförderung verantwortliche Generaldirektion CONNECT hat großes Interesse am Private-Public-Partnership-Ansatz zum glasfaserbasierten Breitbandausbau. Die EU-Kommission sieht insbesondere in Kooperationen zwischen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand eine gute Möglichkeit, schneller mit dem FTTH-Breitbandausbau in Europa voranzukommen. Das Kooperationsmodell mit der Telekom erhält im Annual Report der EU-Kommission zum Breitbandausbau ein eigenes Kapitel.

 

Schnelles Internet über Glasfaser für Lichtenwald

Lichtenwald sagt Ja zum Glasfaserausbau. Mehr als 500 Vorverträge für einen Glasfaseranschluss wurden bereits unterschrieben. Bereits nach sieben Wochen wurden die erforderlichen Vorverträge erreicht, damit die Telekom in Lichtenwald ausbaut. Die Vorvermarktung geht trotzdem weiter, die Bürgerinnen und Bürger von Lichtenwald können sich bis zum 12. Dezember weiterhin für einen Glasfaseranschluss bei der Telekom registrieren. Der Ausbau in Lichtenwald soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Übertragungsraten von bis zu 1.000 Mbit pro Sekunde sind für mehr als 1.250 Haushalte möglich. Die Telekom setzt damit in Lichtenwald den in der Region Stuttgart gestarteten Vermarktungsansatz für die Akzeptanz für FTTH-Anschlüsse fort.

Medieninformation Lichtenwald erreicht Vorvermarktungsquote

 

Wolfschlugen unterzeichnet Vertrag mit Telekom

Wolfschlugen wird mit Glasfaser ausgebaut. Ab Oktober 2022 können rund 3.600 Haushalte Anschlüsse mit einem Tempo von bis zu 1.000 MBit/s (Megabit pro Sekunde) surfen. Wolfschlugen und die Telekom haben dazu einen Vertrag unterschrieben. Die Telekom wird rund 220 Kilometer Glasfaser verlegen und 45 neue Verteiler aufstellen. Bürgermeister Matthais Ruckh ist stolz darauf, dass das Glasfasernetz flächendeckend ausgebaut wird. „Jeder Eigentümer, der bereit ist, einen Hausanschluss in sein Gebäude legen zu lassen, wird die Möglichkeit dazu erhalten.“ 

Der Ausbau in Wolfschlugen beruht auf zwei Säulen. Die eine ist ein Förderprojekt für Gebiete der Kommune, die lediglich über eine Anbindung von weniger als 30 Mbit pro Sekunde verfügen und als unterversorgt gelten. Für diesen Teil hat die Telekom in der Ausschreibung das beste Angebot unterbreitet und den Zuschlag bekommen. Fördermittel in diesem sogenannten Wirtschaftslückenmodell kommen vom Bund und vom Land.

Die zweite Säule ist ein Eigenausbau der Telekom, den das Unternehmen vollständig selbst finanziert. „Wenn unsere Bautrupps dann vor Ort sind, bauen wir im Rahmen des Kooperationsprojekts mit der Gigabit Region Stuttgart das gesamte Gemeindegebiet auf einmal aus“, sagt Frank Bothe, Leiter der Technikniederlassung Südwest der Deutschen Telekom.  

„Ohne den Kooperationsvertrag mit der Telekom wäre der Komplettausbau des ganzen Ortes nicht möglich gewesen. Wir freuen uns sehr, dass die Einwohner von Wolfschlugen ganz konkret von unserer Zusammenarbeit profitieren“, erklärt der Breitbandbeauftragte der Region Stuttgart und Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH Hans-Jürgen Bahde.

 

Erster Glasfaseranschluss in Betrieb

Stefan Pfletschinger braust jetzt mit hohem Tempo über die Datenautobahn. Er ist der Erste, der vom gemeinsamen Netzausbau der Gigabit Region Stuttgart und der Deutschen Telekom profitiert. Vom neuen Tempo ist er begeistert: „Bisher hat es Ewigkeiten gedauert, bis eine Seite geladen war. Jetzt geht es in Windeseile und jeder Mausklick zeigt sofort ein Ergebnis.“ Pfletschinger surft weltweit – auch auf der Suche nach wichtigen Motor- und Getriebeteilen für historische Porsche, die er in seiner Firma „PS Historacing“ wieder aufwändig restauriert.

Bis Ende Dezember sollen die weiteren 240 Haushalte in Reichenbach im Täle folgen, die bereits Mitte des Jahres einen Vorvertrag mit der Telekom geschlossen haben. Die Telekom verlegt in Reichenbach im Täle fast 70 Kilometer Glasfaserkabel und stellt acht Straßenverteiler auf. Sie schafft dadurch die Voraussetzungen, dass sich künftig noch weitere 500 Haushalte in dem Degginger Ortsteil schnelle Glasfaseranschlüsse bis in ihre Häuser lagen lassen können.

 

Der Glasfaserausbau in Heimerdingen hat begonnen

Im Ditzinger Teilort Heimerdingen wird die Telekom ab 25. Juli 2019 etwa 36 Kilometer Glasfaser verlegen. Zudem stellt sie 17 neue Glasfaser-Netzverteiler auf. 500 Privathaushalte haben Interesse an dem superschnellen Internet gezeigt und können künftig alle Möglichkeiten digitaler Anwendungen nutzen: Video-Streaming, Gaming oder Home Office. Die Gigabit-Anschlüsse eignen sich auch für Technologien wie Telemedizin und Smart Home.
Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Auf 5,2 von insgesamt 11 Kilometern mit Tiefbau kann die Telekom das sogenannte Trenching einsetzen. Beim Trenching werden nur schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Trenching ist fünfmal schneller als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren. Tiefe und lange Baugruben gehören der Vergangenheit an. Das reduziert die Beeinträchtigungen für die Anwohner.

 

In Allmersbach im Tal rollen ab sofort die Bagger

Allmersbach im Tal gehört zu den ersten Kommunen in der Region, die flächendeckend mit Glasfaser ausgestattet werden. Erster Spatenstich war am 12. Juli. Aktuell profitieren von diesem Ausbau 1000 Haushalte. Sie haben bereits bei der Vorvermarktung einen Glasfaser-Anschluss beauftragt. Die Telekom wird in Allmersbach im Tal 200 Kilometer Glasfaser verlegen. Zudem stellt sie 36 neue Glasfaser-Netzverteiler auf.
Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Auf 5 von insgesamt 29 Kilometern mit Tiefbau kann die Telekom das sogenannte Trenching einsetzen. Beim Trenching werden nur schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Trenching ist fünfmal schneller als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren. Tiefe und lange Baugruben gehören der Vergangenheit an. Das reduziert die Beeinträchtigungen für die Anwohner. Vermutlich Anfang nächsten Jahres werden die ersten Anschlüsse ans Netz gehen.

 

Start der Bauarbeiten in Weil der Stadt

Mit dem ersten Spatenstich am 10. Juli sind die Bauarbeiten in Weil der Stadt gestartet. Die Telekom wird dort in den kommenden Monaten etwa 125 Kilometer Glasfaser verlegen und 62 neue Glasfaser-Netzverteiler aufstellen. Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Auf 1,5 von insgesamt 56 Kilometern mit Tiefbau kann die Telekom das sogenannte Trenching einsetzen. Dabei werden nur schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Tiefe und lange Baugruben gehören der Vergangenheit an. Das reduziert die Beeinträchtigungen für die Anwohner. Aktuell sind sechs Baukolonnen mit rund 40 Mitarbeitern im Einsatz, die den Tiefbau durchführen, die Netzverteiler errichten und die Hauszuführungen herstellen werden. Ende des Jahres werden voraussichtlich die ersten Bürger die superschnellen Gigabit-Anschlüsse nutzen können.

 

Erster Spatenstich in Bempflingen

Auch in Bempflingen wird jetzt gebaut. 499 Haushalte haben einen Glasfaseranschluss beauftragt. Die Telekom wird in Bempflingen rund 63 Kilometer Glasfaser verlegen, 14 neue Glasfasernetzverteiler (NVt) aufstellen und zunächst jene 499 neue Anschlüsse herstellen.

„Ich freue mich, dass die Arbeiten in Bempflingen nun starten“, sagt Bürgermeister Bernd Welser am 4. Juli 2019, „mit dem Ausbau machen wir in Sachen Bandbreite einen Quantensprung. Bempflingen steigt in die erste deutsche Gigabit-Liga auf.“ Die ersten Haushalte in Bempflingen werden ihren Glasfaseranschluss voraussichtlich Ende des Jahres nutzen können, erklärt Sabine Wittlinger, Partner-Managerin Region Stuttgart der Telekom Deutschland.

Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Auf 4,5 von insgesamt 13,5 Kilometern mit Tiefbau kann die Telekom allerdings das sogenannte Trenching einsetzen. Beim Trenching müssen für die Verlegung der Glasfaser keine Gräben ausgebaggert werden. Stattdessen werden schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Trenching ist etwa fünfmal schneller als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner, aufgrund von Baustellen, wird damit auf ein Minimum reduziert.

 

Erster Spatenstich in Reichenbach im Täle am 6. Juni

Die Telekom beginnt jetzt mit dem Glasfaserausbau im Degginger Ortsteil Reichenbach im Täle.  Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu ein Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Spiele oder Arbeiten von zu Hause. Aktuell profitieren von diesem Ausbau rund 240 Haushalte. Sie haben bereits bei der Vorvermarktung einen Glasfaseranschluss beauftragt. Die Telekom wird in Reichenbach im Täle mehr als 70 Kilometer Glasfaser verlegen, acht neue Glasfasernetzverteiler (NVt) aufstellen und zunächst jene 240 neue Hausanschlüsse herstellen.


 

 

 

 

 

 

 

 

Häufige Fragen

Was ist der Zweck des partnerschaftlichen Ausbaus?
Die Ziele der Region Stuttgart lauten: Bis 2025 sollen alle Unternehmen in Gewerbegebieten einen Zugang zum Höchstgeschwindigkeitsinternet im Gigabitbereich auf Glasfaserbasis erhalten. Bei den Haushalten soll es bis 2025 die Hälfte sein, bis 2030 90 Prozent. Diese Ziele sind nur in einer konzertierten Aktion der Region in enger Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft effizient erreichbar. Überbauungen bzw. paralleler Ausbau sollen verhindert werden. Für die öffentliche Hand soll der Ausbau möglichst kostengünstig erfolgen. Der Eigenausbau durch Telekommunikationsunternehmen wird durch das Projekt stimuliert.

Wer ist am partnerschaftlichen Ausbau beteiligt?
Die Ausbauziele der Region Stuttgart können nur in der Zusammenarbeit aller Akteure erreicht werden. Deshalb werden in der Projektorganisation alle Akteure eingebunden und ihre Rollen definiert und abgestimmt. Neben der Region Stuttgart, vertreten durch die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und später durch die Gigabit Region Stuttgart GmbH, nehmen die Landeshauptstadt Stuttgart und die fünf Landkreise über die Zweckverbände die führende Rolle in der Gestaltung des partnerschaftlichen Ausbaus ein. Alle interessierten Kommunen in der Region sowie deren Stadtwerke werden in die Projektorganisation einbezogen. Derzeit beteiligen sich 174 von 179 Städten und Gemeinden an dem Programm.

Warum ist die Deutsche Telekom zentraler Kooperationspartner?
Eine umfassende bundesweite Marktabfrage bei Telekommunikationsunternehmen im Frühjahr 2018 hat ergeben, dass ein flächendeckender Ausbau in der Region mit einem hohen eigenwirtschaftlichen Anteil der Unternehmen nur mit dem Kooperationsansatz der Deutschen Telekom zu erreichen ist. Nur in diesem Rahmen können die definierten Ausbauziele erreicht werden.

Können andere Telekommunikationsunternehmen weiterhin ausbauen?
Die Kooperation mit der Deutschen Telekom hindert andere Telekommunikationsunternehmen nicht am Ausbau. Die Region Stuttgart begrüßt eigenwirtschaftliche Investitionen aller Marktteilnehmer in den Breitbandausbau der Region, denn so lassen sich die definierten Ziele schneller erreichen. Die Vereinbarung mit der Deutschen Telekom ist geeignet, den Markt zu stimulieren, anstatt ihn zu behindern. Alle Telekommunikationsunternehmen haben zudem die Möglichkeit, den Ausbau in der Region zu forcieren, indem sie ihre eigenwirtschaftlichen Ausbauabsichten offenlegen.

Werden andere Telekommunikationsunternehmen beim geförderten Ausbau benachteiligt?
Die Kooperation mit der Deutschen Telekom führt zu keiner Benachteiligung anderer Telekommunikationsunternehmen. Eine Festlegung auf ein bestimmtes Unternehmen im Vorfeld von Ausschreibungen von konkreten Ausbaugebieten oder Ausbauprojekten ist im geförderten Ausbau rechtlich unzulässig. Deshalb müssen sich alle Anbieter gleichberechtigt bewerben. Gleiches gilt für kooperative Ausbauprojekte, die ausgeschrieben werden.

Wie werden Überbauungen bzw. paralleler Ausbau verhindert?
Es ist ein zentrales Ziel, das Überbauen und den parallelen Ausbau von passiver Infrastruktur zu verhindern. Deshalb appelliert die Region Stuttgart an alle Netzbetreiber und Kommunen, dies zu vermeiden und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Sie hat jedoch keine rechtliche Möglichkeit, eigenwirtschaftlichen Ausbau zu verhindern.

Sind die Kommunen in der Region auf die Deutsche Telekom als Kooperationspartner festgelegt?
Jede Kommune ist im Einzelfall in der Wahl ihres Kooperationspartners und der Kooperationsform frei. Auch im Kooperationsvertrag zwischen Region und Telekom ist kein Kontrahierungszwang vorgesehen, er wäre auch rechtlich nicht zulässig. Auch Betreibermodelle sind weiterhin möglich. Die Anerkennung eines diskriminierungsfreien Netzzugangs ist jedoch eine entscheidende Grundvoraussetzung für alle Akteure.

Kontakt

Hans-Jürgen Bahde
Geschäftsführer Gigabit Region Stuttgart GmbH
Breitbandbeauftragter Region Stuttgart
Friedrichstraße 10
70174 Stuttgart

+49 711 400 917-11
hans-juergen.bahde@gigabit-region-stuttgart.de

Matthias Gauger
Leiter Technik
Projektleiter
Gigabit Region Stuttgart GmbH

+49 711 400 917-12
matthias.gauger@gigabit-region-stuttgart.de

Helmuth Haag
Leiter Kommunikation
Projektleiter
Gigabit Region Stuttgart GmbH

+49 711 400 917-13
helmuth.haag@gigabit-region-stuttgart.de

Susanne Menzel
Projektleiterin Breitbandförderung und Breitbandausbau
Gigabit Region Stuttgart GmbH

+49 711 400 917-14
susanne.menzel@gigabit-region-stuttgart.de

 

Simon Steer
Projektleiter Breitbandförderung und Breitbandausbau
Gigabit Region Stuttgart GmbH

+49 711 400 917-15
simon.steer@gigabit-region-stuttgart.de

 

Kontakte in den Landkreisen

Zweckverband Breitbandausbau Landkreis Böblingen
Alexander Dehm, 07031 663-2387, a.dehm@lrabb.de

Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Esslingen
Ann-Kathrin Präger, 0711 3902-43062, praeger.ann-kathrin@lra-es.de

Zweckverband Gigabit Landkreis Göppingen
Alexander Fromm, 07161 202-1009, a.fromm@lkgp.de

Zweckverband Kreisbreitband Ludwigsburg (KBL)
Viktor Kostic, 07141 144-42635, v.kostic@zvkbl.de
zvkbl.de

Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr
Michael Murer, 07151 501-2085, breitband@rems-murr-kreis.de

Landeshauptstadt Stuttgart
Abteilung Wirtschaftsförderung
Mathias Bartuschek, Breitbandkoordinator, 0711 216-60259,
mathias.bartuschek@stuttgart.de